Ausstellung vom 21. Mai – 7. Juni 2005
im Rahmen der 3. Phototriennale Hamburg
Vernissage: 20. Mai um 20 Uhr
Öffnungszeiten:
Donnerstag und Freitag: 19 Uhr bis 21 Uhr
Samstag und Sonntag: 16 Uhr bis 19 Uhr
Seit 2000 arbeiten Stefan Bombaci und Daniela Dietmann zusammen. In Ihren Videoinstallationen beschäftigen Sie sich mit der Wahrnehmnungserweiterung von Raum und Zeit. Als Betrachter der Arbeiten bewegt man sich mit einem nicht sichtbaren Wesen durch Raum und Zeit und erlebt dessen dazwischen. Folgt man den kreisenden Bewegungen des Kamerawesens durch den unbekannten Raum, erforscht man den Raum ganzheitlich, nähert sich und entfernt sich von den Dingen zur gleichen Zeit.
Die Arbeiten von Stefan Bombaci und Daniela Dietmann zeigen das Experiment, den Versuch der Gleichzeitigkeit, den ruhigen, rauschhaft verzögerten Tanz der Erinnerung und deren Kopplung mit der Gegenwart und der Zukunft. Die Arbeiten sind das Experiment eines 200prozentigen Zustands und somit der Versuch menschliches Beschränktsein zu überwinden und zu befreien.
Mit der Arbeit Unter uns zeigt Susanne Platz persönliche Momentaufnahmen von einem ihr nahestehenden Menschen. Die Bilder gewähren einen vertrauten Blick aus einer Nähe, die sonst Außenstehenden kaum zuteil wird. Dabei ist ihr wichtig, die Person nicht als differenzierte Persönlichkeit zu beschreiben, sondern sie auch in ihrer gefühlsmäßigen Beziehung zu ihr darzustellen.
Als gestalterisches Mittel wurde der sogenannte Schnappschuss gewählt, um den Wunsch des Erinnerns zu verstärken.
Im Allgemeinen versteht man unter Rost ein Zersetzungsprodukt mit braunroter Farbe und pulvrig schuppiger Beschaffenheit, das sich auf Eisen an feuchter Luft bildet. Chemisch gesehen ist Rost ein Produkt einer Reaktion, die auch als Oxidation bezeichnet wird.
Die bei der aktuellen Serie ROST entstandenen Bilder, die sich irgendwo zwischen Innenstadt und entfernter Peripherie erstrecken, entziehen sich größtmöglichster Objektivität.
»Solange man unterwegs ist oder sich länger an einem bestimmten Ort befindet sind alle Eindrücke lebendig. Sie sind Wirklichkeit. Blickt man am Ende einer Reise zurück, stellt man fest, wie die Gedankenbilder mit der Zeit in der Erinnerung »verrosten«. Der räumliche und zeitliche Abstand zum Erlebten legt sich wie eine Korrosionsschicht auf diese Bilder und löst, wie Blätterteig, kleine Plättchen heraus und droht sie zu zerfressen.« James Schrade




