Eine Ausstellung aus der Reihe »Ortsnetz«
vom 18. Juni bis 3. Juli
Öffnungszeiten: Donnerstag und Freitag 19 bis 22 Uhr, Sonntag 17 bis 21 Uhr
Zwischen elfenbeinschwarz und bleiweiß eröffnen sich ungeahnte Dimensionen. Die Grauzonen erstrahlen in hellem Glanz und zeigen wie vielfältig Reduktion in einer bunten Welt ist. Für diese Ausstellung haben sich KünstlerInnen bewußt für ein schwarzweiß-Sehen im besten Sinne entschieden. Ganz gleich welche Disziplin – das Arbeiten mit diesen beiden Unfarben/Nichtfarben/Oderdochfarben und den vielen Nuancen dazwischen, ergibt eine Konzentration auf das Wesentliche. Im lockeren Spiel zwischen Reduktion, Klarheit und Schärfe spiegelt sich ein weites Feld an möglichen Welten.
»Nachdem alles als Licht und Nacht benannt und das ihrem jeweiligen Vermögen entsprechende diesem und jenem Einzelnen beigelegt wurde, ist alles voll von Licht und unsichtbarer Nacht zusammen – die beide gleich sind – da es nichts gibt, das nicht einem der beiden zugehört.«
Über das Sein, Parmenides
Heribert Heindl_Malerei
Großflächige Wand- und Fensterarbeit
Hans Lindenmüller_Objekt
Was ist sein Geheimnis? Einmal liegt es auf der Ebene der Technik und Präzision. Der überaus größere Teil aber lässt sich durch Humor und Atmosphäre erklären. Die Mikrowelten von Hans Lindenmüller bergen eine gewisse Romantik, sind sie doch gebaut wie kleine »Take-Around-Realities«.
Neda + Maria Ploskow_Zeichnung/Film/Musik
Wesen eilen rastlos von links nach rechts, folgen den elektronischen Beats. Sie bestehen aus Kreiseln, Spiralen, Köpfen, manchmal haben sie auch Fortbewegungsorgane, wenn nicht, müssen sie fliegen – in jedem Fall sind sie der Wirklichkeit entflohen – tript. drei synchron laufende Filme/10 min/loop/2003
Und Dinge, die die Welt erklären Computerzeichnungen/Diakarussell/2004
Conny Unger + Susanna Ludwig_Film
Filmische Umsetzung des Gedichtes Anna Blume von Kurt Schwitters. Die Bilderwelt wird durch Typografie und Linien erzeugt. 10 min/loop/2005
Carola Vogt + Peter Boerboom_Fotografie
Fokussiert werden Landschaften an der Nahtstelle zur Zivilisation. Anonyme, oder unerklärliche architektonische Versatzstücke finden sich in die Vegetation eingebettet. Wer die Fotos von Vogt und Boerboom betrachtet, stößt an die Grenzen der eigenen Deutungsmacht und beginnt zu ahnen, dass Zivilisation komplexer ist, weiter reicht und viel öfter mehr als nur die sichtbaren Oberflächen bedient.


